Irland 2017

Urlaub auf der grünen insel

 

Juchuuuu: Es geht los... 

... wir haben endlich Urlaub und dürfen wieder an den Ort unserer Flitterwochen zurückkehren. Wir haben uns "damals" sofort in Irland verliebt aber viel zu viel verpasst, was wir unbedingt noch sehen möchten. Den Norden zum Beispiel... und Dublin ... und wandern würden wir auch gerne. Vor zwei Jahren war Michi leider noch krank und die Kondition reichte daher nur für kurze Spaziergänge und Ausflüge. Nun sind wir gespannt auf alles, was uns noch erwartet und hoffen, Euch ein paar schöne Fotos mitbringen zu können - auch wenn wir es sonst ja eher mit Menschen als mit Landschaften haben. Aber dies ist nicht die einzige "Beschränkung" der wir unterliegen. Die Fotosichtung und Bearbeitung wird dieses Mal per App auf dem Tablet erfolgen müssen, da wir haben keinen Laptop mitnehmen werden.


Kurz zum aktuellen Stand der Vorbereitungen:

Während wir versuchen die Koffer zu packen, laufen wir hier ganz aufgeregt und nervös durch unsere Wohnung und bekommen nicht wirklich etwas gebacken. Kennt Ihr das? Fragen über Fragen. Welches Objektiv nehmen wir mit, wie wird das Wetter, reicht dieser riesige Berg an Klamotten, der sich auf unserem Bett türmt, für drei (!!!) Wochen, welche Bücher müssen wieder raus, damit das Gewicht stimmt.....und wie bewegen wir den Krümel dazu, sich nicht immer wieder in den Koffer "zu schleichen" oder Stirnbänder u.a. wieder wegzutragen?  


Was uns ab morgen erwartet:

Bisher haben wir nur die Flüge und eine Unterkunft für die ersten drei Nächte gebucht. Danach wollen wir uns überraschen lassen, wohin es uns treibt. Wir wissen bisher nur, dass wir in drei Wochen auf der anderen Seite der Insel sein wollen/müssen, da von Kerry aus unser Flug zurück nach Hause geht. Doch das ist zum Glück noch drei lange Wochen weit in der Zukunft. 


Hach, das ist ja alles so aufregend. Wir freuen uns schon.... 


Die ersten zwei Tage liegen hinter uns

Unsere Ausflüge haben uns bisher nach Dublin und Howth geführt. Die Klippenwanderung in Howth hat uns dabei am besten gefallen. Ein wenig negativ empfanden wir die Tatsache, dass an beiden Orten ordentlich Trubel herrschte. Ganz ehrlich: Eigentlich haben wir Dublin nur besucht, weil uns bei unserem letzten Urlaub ganz viele gefragt haben, warum wir nicht dort waren. Jetzt wissen wir warum und haben entschieden, dass wir Irland nicht aufgrund der Städte mögen, sondern aufgrund der schönen Landschaften. Deshalb überspringen wir bei unserer Reise in den Norden Belfast einfach, auch wenn es dort sicher viel zu sehen gäbe.
Temple Bar, Dublin
Temple Bar, Dublin
Howth Harbour
Howth Harbour

Auf in den Norden 

Unsere weitere Reise führt uns in den Norden, dem Land der Game Of Thrones. Weil wir diese Fernsehserie aber noch nie gesehen haben, ist es für uns einfach nur Nordirland. Das Nordirland, in dem es früher (aber noch zu unseren Lebzeiten) die "Troubles" gab und das Nordirland, in dem die Preise in Pfund angegeben sind, man aber trotzdem mit Euros bezahlen darf. Zum Glück haben wir für die paar Tage kein Geld umgetauscht. Den Tipp für unsere Unterkunft haben wir von der lieben Julia erhalten, die Michi via Instagram "kennengelernt" hat. 
Dark Hedges
Dark Hedges
Die Dark Hedges in Ballymoney sind wirklich eine Reise wert. Allerdings wurde die Freude über den famosen Anblick stark getrübt. Denn das, was uns so RICHTIG genervt hat, sind die unverschämten Leute, die mit ihrem Auto mitten in die Hecken fahren, dort parken und ein Foto machen. So wird mit deren Egotripp allen anderen die Chance auf ein schönes Foto vermasseln. Eine Frau bat uns sogar, ob wir ein Foto von ihr machen können. Michi meinte dann zum Spaß, ob das Auto auch mit aufs Bild soll - sie fand die Idee sogar toll und lehnte sich sogleich ans Heck. Na ja, trotz der Hindernisse hat Michi tolle Bilder gezaubert.
White Park Bay
White Park Bay
Einfach ein Genuss - dieser traumhaften Ausblick aus dem Kinbane Farhouse Bed and Breakfast in Ballycastle. Am Tag unserer Abreise strahlte die Sonne für einige Stunden wieder am Himmelsblau und ganz, ganz schwach am Horizont konnten wir sogar die Küste von Schottland erspähen. Einfach toll.
Wenn man nach Nordirland kommt, führt kein Weg am Giant's Causeway vorbei. Auch wenn der riesige Parkplatz und das moderne Besucherzentrum Massentourismus erahnen lassen, lohnt sich der Besuch. Am Giant's Causeway kann man sich stundenlang aufhalten, einfach nur spazieren gehen oder sogar anspruchsvollere, steile Strecken erkunden. Besonders für ältere oder eingeschränkt gefähige Besucher gibt es die Möglichkeit, per Bus direkt zur Attraktion transportiert zu werden. 

Da es aber angefangen hatte zu regnen, haben wir uns für den kurzen Spaziergang entschieden. Im Anschluss daran, sind wir weiter gefahren und haben wir uns in der Bushmills Destillerie angeschaut wie Whisky gemacht wird. Fotos durften wir zwar keine machen aber Whisky probieren - dem Goldmann hat's geschmeckt....
Giant's Causeway
Giant's Causeway
Das schönste Fleckchen haben wir quasi direkt vor unserer Haustür auf Empfehlung unserer Vermieterin entdeckt: Kinbane Castle. Glücklicherweise sind die Straßen hierher so eng, dass die Burgruine nicht von Bussen angefahren werden kann und so hatten wir die schmale Landzunge ganz für uns alleine. Unser absoluter Geheimtipp für Nordirland. Nicht wegen der Burg, sondern wegen der Kletterpartie und der atemberaubenden Aussicht. 
Kinbane Head
Kinbane Head
Kinbane Head
Kinbane Head
Wir sind in Greencastle auf der Halbinsel Inishowen angekommen. Hier haben wir für die nächsten zwei Tage ein Zimmer im Dunagree BedandBreakfast gebucht. Nicht nur das BnB, in dem wir sehr verwöhnt wurden, sondern auch die Halbinsel Inishowen können wir sehr empfehlen. Im Nachhinein ist es schade, dass wir nicht länger dort waren. 
Leuchtturm Shroove, Inishowen
Leuchtturm Shroove, Inishowen
Den absoluten Geheimtipp haben wir mal wieder vom unserem Vermieter, Liam, bekommen: Die Straße abseits vom Wild Atlantic Way, die zur Kinnagove Bucht führt. Da war nicht nur der Strand wunderschön, sondern auch die Anreise über Feldwege und vorbei an süßen Schäfchen. Für ein Einzel-Porträtshooting waren die allerdings nicht zu begeistern. Sie hofften viel mehr darauf, dass wir deren Futtertrog füllen. Und... nein, Ihr wollt nicht wissen wie viele Schäfchenbilder Michi gemacht hat.
Kinnagove Bay, Inishowen
Kinnagove Bay, Inishowen
Leider mussten wir das schöne Bed and Breakfast in Greencastle nach zwei Nächten wieder verlassen, da wir ein Haus in Louisburgh gebucht haben. Doch bevor die Reise weiterging, haben wir nocheinmal das Häuschen und "unseren" Pub fotografiert, in dem wir und uns, zusätzlich zum reichhaltigen Frühstück, ganztags ernährt haben. 

Erster Stop: der Steinkreis von Beltany. Seitdem Michi mit 18 Jahren die Bücher von Diana Gabaldon gelesen hat fragt sie sich, was es wohl mit den mystischen Steinkreisen auf sich hat. Doch egal an welchem Stein, am Rand oder mittendrin - Michi ist leider nicht durch die Zeit gereist und in den Armen eines muskelbepackten Schotten gelandet... ups, Sven liest ja mit... ja und wirklich mystisch war es nun auch nicht. Vielmehr mussten wir höllisch aufpassen, dass wir nicht in die Schäfchenknoddeln treten. Ein wenig mystisch war allerdings der Weg zum Steinkreis und das kleine Wäldchen neben dem Steinkreis. 
Steinkreis von Beltany, Raphoe
Steinkreis von Beltany, Raphoe
Das Ziel unserer Reise sollte Louisburg sein, wo uns ein hübsches Reihenhäuschen erwarten sollte. Sollte, ist dann auch genau das richtige Wort. Denn was jetzt folgte, wird uns uns noch sehr lange in lebhafter Erinnerung bleiben. Das "hübsche Reihenhäuschen" - die reinste Katastrophe. Eingebettet in eine Umgebung voller heruntergekommer, teils leerstehender Reihenhäuser aus den 80ern und einer finster dreinblickenden Nachbarschaft, trafen wir beim Betreten des Hauses auf genau die Innenausstattung, welche uns von außen bereits "versprochen" wurde. Die Möbel hatten wir zwar auf den Fotos schon gesehen, aber dass alles so verkommen ist, wussten wir nicht. Wir haben uns so richtig und wahrhaftig unwohl gefühlt. Schrecklich. Wir waren ja eigentlich gekommen, um so ein paar Tage mal die Seele baumeln zu lassen und gepflegt rumzugammeln. Aber nix da! Also haben wir direkt gesagt, dass wir hier nicht wohnen wollen und sind gar nicht erst eingezogen. Leider mussten wir die Unterkunft im Voraus bezahlen und kämpfen nun darum, unser Geld zurückzubekommen, 

So, da stehst du nun - in einem fremden Land, die Dunkelheit bricht herein und nix mit gemütlichem Heim, geschweige denn überhaupt einen Bett. Zum Glück haben wir kurz nach diesem Schock ein ganz uriges BnB gefunden, in dem wir zusammen mit einem Gartenzwerg in einem Zimmer schlafen durften und in dem uns eine ganz goldige ältere Dame aufgenommen und verwöhnt hat. Genau das richtige für die Goldfrau, die in dem Moment schrecklich Heimweh hatte und zu ihrer Mama wollte. Ja Mama, ich weiß, wenn Du das liest, wirst Du sagen, dass drei Wochen Urlaub viel zu viel sind und wir es daheim doch sooooo schee haben. Aber nein - wir bleiben noch ein bisschen auf der grünen Insel. 
Auf dem Weg nach Connemara. 
Achtung Linksverkehr
Achtung Linksverkehr
Im Old School House in Clifden haben wir uns sofort wie zu Hause gefühlt. Die Vermieter sind wahre Engel und es ist so richtig schön gemütlich hier. Leider kommen morgen schon die nächsten Mieter, die etwas schneller waren und einige Tage vor uns dieses tolle Häuschen angemietet hatten. So müssen wir dann morgen bereits wieder weiterziehen und wissen jetzt schon, dass wir dies nur voller Wehmut tun werden. So eine schöne Unterkunft konnten wir nach den Turbulenzen in Louisburgh echt gebrauchen. Danke an Rita und Michael für die Gastfreundschaft, das Holz für den Kamin, die netten Gespräche, die Möglichkeit in einigen Tagen wieder zurückzukommen, ob nun nur auf eine Tasse Tee oder einige weitere Tage hier.
The Old School House in Clifden, Connemara
The Old School House in Clifden, Connemara
In Irland soll es ja "gelegentlich" regnen - sagt man!? Na ja, bisher doch weitestgehend bei unserem Ausflügen davon verschont, haben wir bei unserem Ausflug in den Connemara National Park trotz, gerade oder wegen des ständigen Wechsels von wärmenden Sonnenstrahlen, blauen Himmel und starken Regen mit ordentlich Wind, wahre Glücksgefühle erlebt. Ein National Park mit riesigem Parkplatz und Besucherzentrum ...das lässt wieder Besuchermassen und ein langweiligen Park erahnen. Aber nix da.  Drei sehr gut ausgebaute, dennoch behutsam in die Landschaft eingepflegte Wanderwege mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgraden luden uns ein, alles zu erkunden. Unsere Wanderung führte uns schließlich auf einen 445 Meter hohen Diamond Hill mit tollen Blick von oben aufs Meer, das weltberühmte Kloster Kylemore Abbey und überhaupt auf die großartige Landschaft. Ihr glaub gar nicht, wie stolz wir sind, dass wir den Anstieg problemlos geschafft haben. Das wäre bei unserer ersten Irlandreise vor zwei Jahren nicht möglich gewesen, weil Michi noch so krank und viel zu schwach war. Morgen werden wir uns zwar vor lauter Muskelkater nicht mehr bewegen können, aber das war es uns wert. Für Michi war heute der bisher schönste Urlaubstag und sie hört nicht mehr aufzu strahlen und könnte weinen vor Glück. 
Connemara National Park
Connemara National Park
Aussicht vom Diamond Hill im Connemara National Park
Aussicht vom Diamond Hill im Connemara National Park
Diamond Hill
Diamond Hill
Ein junges Connemara Pony in "unserem" Garten
Ein junges Connemara Pony in "unserem" Garten
Unser erster Tag im neuen Cottage in Ballyconneely war wettertechnisch ein Flop. Es hat den ganzen Tag genieselt und trotz Wind und schlechter Sicht haben wir einen kleinen Spaziergang zum Strand gemacht und haben es uns anschließend im mittlerweile aufgewärmten Haus gemütlich gemacht. 
Unser Cottage für die nächsten Tage
Unser Cottage für die nächsten Tage
Den nächsten Sonnentag haben wir wieder für schöne Unternehmungen genutzt und sind von Ballyconneely über Roundstone zur Kylemore Abbey gefahren. Unterwegs haben wir wunderschöne Strände und tolle Landschaften entdeckt. Von der Kylemore Abbey sind wir, im Gegensatz zum Connemara National Park, enttäuscht. Der Eintritt ist relativ teuer und es war trotz der angelegten Wanderwege einfach nur langweilig. Sven hat sich die Abtei noch von innen angesehen, doch mehr als drei Räume sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich - einer weitere Enttäuschung. Wir werden doch lieber weiter an schönen Orten spontan stoppen, aussteigen und spazieren gehen. Das ist für uns weitaus lohnenswerter. Ein sehr guter Zwischenhalt war der Ort: Roundstone. Ein süßes kleines Örtchen und die Shamrock Bar ist auf jeden Fall ein kleiner Geheimtipp. Danke an Melanie von Brautalarm, die uns empfohlen hat, hier unbedingt Irish Stew zu probieren - das und Fish and Chips.....soooo lecker. 
Kylemore Abbey
Kylemore Abbey
Abgesehen von ein paar ganz vereinzelten Tropfen, meint es das Wetter gut mit uns und so haben den schönen Tag für einen weiteren Ausflug genutzt. Unsere Fahrt führte uns über die Sky Road zur Omey Island. Zum Glück war auch gerade Ebbe und so konnten wir mit dem Auto, quasi über den Meeresboden, zur Insel fahren. Den im Reiseführer angepriesenen Friedhof mit den keltischen Kreuzen haben wir zwar gleich gefunden, doch bei der verfallenen Kirche waren wir uns nicht sicher. Diese sah doch eher wie eines der vielen verfallen Steinhäuser aus, die man hier überall findet. Das wirklich skurrile ist wohl nur die Tatsache, ausschließlich bei Ebbe trockenen Fußes zur Insel zu gelangen. Der Rest der Sky Road war leider unspektakulär und so haben wir "unserem" geliebten Connemara National Park einen weiteren Besuch abgestattet und uns anschließend in dem schönsten Café hier in der Gegend (Cullen's) noch einen Apple Pie mit Sahne geteilt. 
Der Weg zu Omey Island
Der Weg zu Omey Island
Cullen's Bistro in Clifden
Cullen's Bistro in Clifden
Morgen geht es weiter an den Ring of Kerry. Wir werden die "Auswanderin" Kerstin treffen und machen Glamping (Glamour plus Camping). Darauf freuen wir uns schon seit Tagen, denn in diesem Jahr haben wir mit unseren Unterkünften leider oft Pech. Ein weiteres gutes Beispiel: Unser aktuelles Cottage ist so ungemütlich, wir können uns in diesem hässlichen Haus einfach nicht entspannen. Ein BnB kurzfristig zu buchen, ist kein Problem und auch mit dem Old School House hatten wir richtig Glück - nur leider nicht mit den verfügbaren Tagen. Doch ein Cottage zufinden, welches hübsch eingerichtet, sauber und nicht überteuert ist, gestaltet sich eher schwierig. 
Schiffswrack in Connemara
Schiffswrack in Connemara
Camping plus Glamour gleich Glamping

Wir sind in unserem Glamping-Pod in Cahersiveen am Ring of Kerry angekommen und sind restlos begeistert. Eigentlich sind wir gerade viel zu faul zum Bloggen und vor allem zum Schreiben. Daher gibt's heute etwas weniger Text, damit wir uns schnell ins gemütliche Bettchen verkrümeln können. 
Unser erstes irisches Frühstück im Freien
Unser erstes irisches Frühstück im Freien
Unsere Glamping-Unterkunft
Unsere Glamping-Unterkunft
Den heutigen Tag verbrachten wir zusammen mit der Auswanderin Kerstin von ash.tree.whispers und ihrer lieben Familie. Bei Tee mit Milch und herrlichem Sonnenschein, lies sich Michi vom kleinen Sohnemann den Rücken kitzeln - herrlich. Am Nachmittag konnten wir uns tatsächlich nochmal aufraffen und sind zum Rossbeigh Beachin Glenbeigh gefahren. Wieder so ein toller, langer Sandstrand an dem wir uns gegen den straken Wind zu einem alten Schiffswrack vorgekämpft haben. Zur Belohnung gab es Irish Beef Burger mit Pommes. Bei all diesen schönen Erlebnissen haben wir gar nicht gemerkt, wie schnell der Tag dann doch verging. Schade.
Rossbeigh Beach kurz vor Regenausbruch
Rossbeigh Beach kurz vor Regenausbruch
Frühstück im Freien

Seitdem wir im Glamping-Pod angekommen sind frühstücken wir (heute mit "Mirror-Eggs") im Freien - im Oktober in Irland! Zugegeben, dass würden wir bei 13 Grad daheim niemals tun. Doch hier finden wir es, dick eingepackt, auf der Terasse vor unserer schnuckligen Behausung, sehr glamourös. Je später man frühstückt, desto mehr strahlt einem dabei die Sonne ins Gesicht - ein Traum! Wohl auch, weil der Regen die ganze Nacht auf unser Dach trommelte...das war anfangs sehr romantisch, heute früh hat es uns jedoch den Schlaf geraubt. Aber für was ist schliesslich Urlaub da, wenn man den nicht für Mittagsschläfchen nutzen würde. 😬
Nach dem tollen Frühstück sind wir zu einem alten, verwachsenen Häuschen ganz in der Nähe spaziert. Davon stehen in Irland sehr viele rum und diese sind fast so mystisch wie die Ringforts, die wir anschließend besucht haben. Ein richtiger Sightseeing-Tag in Cahersiveen, mir ganz viel Kuhmist. Und vielleicht zeigen wir Euch morgen auch noch das Foto von Michi, die im Matsch ausgerutscht ist. 
Ringfort in Cahersiveen
Ringfort in Cahersiveen
Ringfort in Cahersiveen
Ringfort in Cahersiveen
Heute sind wir nach Caherdaniel zurückgekehrt. Hier haben wir vor zwei Jahren unser Selbstauslöser-After-Wedding-Shooting gemacht. Das Wetter war richtig irisch, aber wir haben uns trotz Nieselregennicht davon abhalten lassen eines der Bilder nachzustellen. 
2015
2015
2017
2017
Auch den Strand haben wir wieder gefunden und haben festgestellt, dass es auch ohne Hochzeitsfotos und bei Regen einer der schönsten Strände ist, die wir bisher in Irland gesehen haben. 
2015
2015
2017
2017
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Schweizer Hochzeit in Wyk auf Föhr

Im Juni durfte ich zu einer standesamtlichen Hochzeit an die Nordsee reisen. Meine erste "destination wedding", wenn man das bei einer Hochzeit in Deutschland überhaupt so nennen darf. Aber das Brautpaar kam aus der Schweiz. Vielleicht zählt das? Ja, ich könnte jetzt anfangen nur noch auf englisch zu bloggen und hoffen, dass ich nun auf der ganzen Welt gebucht werde, um Hochzeiten zu fotografieren. Aber ehrlich gesagt schlafe ich so gerne in meinem eigenen Bett bei Sven und Krümel, so dass es wohl weiterhin eine Seltenheit bleibt, außerhalb vom Rhein-Main-Gebiet Hochzeiten zu fotografieren. 

 

Zusammen mit ihren besten Freunde und engsten Familienmitgliedern haben Andrea und Claudius sich ihren Hochzeitstraum auf einer Nordseeinsel erfüllt. Eigentlich wollte Andrea den Sommerurlaub an der Nordsee in Wyk auf Föhr mit ihrer Freundin Corinne verbringen. Doch nachdem sie Claudius kennen gelernt hat, stand schnell fest, dass der Freundinnenurlaub um eine kleine, aber RICHTIG coole, Hochzeitsgesellschaft erweitert wird und die Woche an der Nordsee zum heiraten genutzt wird. 

 

 

Das Styling fand morgens beim Inselfriseur Pohlmann in Wyk statt. 

 




 

Den perfekten Ort für ihr Ja-Wort fanden die beiden auf dem Segelschiff Labor Sanitas, an der Bräutigam Claudius und Hündin Mala schon sehnsüchtig auf ihre Braut warteten. Die Labor Sanitas kann in Wyk auf Föhr für standesamtliche Trauungen genutzt werden. 

 







 

Das Segelschiff drehte nach der Trauung noch eine feucht-fröhliche Runde durch die friesische Karibik. Hierbei durfte natürlich das hochprozentige Nationalgetränk Manhattan nicht fehlen. Ja, der gelbe Kanister etwas weiter unten ist voller Schnaps.  

 



 

Das Gastgeschenk der beiden hat mir besonders gut gefallen: Ein individualisierter Bierkühler. Zu Hause habe ich mir den Bierkühler mit einem  leeren Marmeladeglas zum Stiftehalter umfunktioniert, damit ich jeden Tag an die schöne Nordseehochzeit zurückdenken kann. 

 






 

Mit sehr viel Liebe zum Detail hat Andrea, die in der Schweiz selbst unter Triskell als Traurednerin tätig ist und Trauzeremonien leitet, die Hochzeit vorbereitet. Die anschließende Feier fand im Café Klein Helgoland statt, das zwar auch so schon wunderhübsch ist, aber von Andrea mit individuellen Dekoelementen versorgt wurde. 

 



 

Da Andrea und Claudius in Wyk mit ihrer geliebten Harley von Ort zu Ort fahren wollten, ist Claudius extra mit dem Motorrad von der Schweiz bis zur Nordsee gereist. 

 







 

Für die Brautpaarportraits sind wir kurz vor Sonnenuntergang an den Strand gefahren und ich durfte meine ersten Hochzeitsfotos am Meer für die beiden zaubern. 

 




 

Dass eine Hochzeit nicht unbedingt viele Gäste braucht, um partytechnisch zu eskalieren, haben Andreas und Claudius Gäste bewiesen. Nachdem alle in der "Möwe" eingefallen sind und wieder Manhattan bestellt haben, habe ich um 23 Uhr die Kamera weggepackt und bin mit Andreas lieben Freundinnen noch bis 2 Uhr über Tische und Bänke getanzt. Diesen Abend und die "Alperose" werde ich so schnell nicht vergessen. Vielen Dank, dass Ihr mich so lieb aufgenommen habt. 

 

Eure Michi

 


 

Kleid: Meister Couture in der Berner Altstadt

Ringe: individuell angefertigt bei Fischer Trauringe

Musik: Boris Bittel 

 

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Vintage-Hochzeit in Guntersblum

Puh, heute sind wir ein bisschen aufgeregt, weil wir Euch was Neues zeigen, denn wir haben die Bilder von Stefanie und Daniel  in einem anderen Stil bearbeitet und sind ganz gespannt, ob es Euch gefällt. 

 

Unser Brautpaar hat sich für eine kirchliche Trauung in Stefanies Heimat Guntersblum entscheiden. Der Gottesdienst wurde von dem jungen Vikar Herrn Simon Ahäuser gehalten, dem wir an dieser Stelle ganz herzlich dafür danken möchten, dass wir uns während seines Gottesdienstes so frei in der Kirche bewegen durften um zu fotografieren. Vielen vielen Dank. Wir wissen, dass das leider nicht selbstverständlich ist. 


Dank tatkräftiger Unterstützung ihrer Trauzeugin Sophia, die als Floristin in München arbeitet, konnte das gesamte Fest selbst dekoriert werden und wir durften nicht nur in der Kirche, sondern ÜBERALL sehr geschmackvoll arrangierte Blumen fotografieren. 






Viele von Euch haben schon erlebt, dass die Goldfrau SEHR nah am Wasser gebaut ist. Da wir uns kurz vor der Trauung noch mit Computerproblemen herumgeschlagen haben, dachten wir, Michi könnte sich ausnahmsweise mal beherrschen und nicht losheulen. Aber dann überraschte Stefanie ihren Bräutigam und sang für ihn „Every Time We Touch“ (nein, nicht das von Cascada) und wird dabei von ihrem Schwiegerpapa auf der Gitarre begleitet. Da glitzerten sogar dem Pfarrer die Augen. In solchen Momenten, in denen wir vor lauter Tränen in den Augen, selbst nicht mehr scharf sehen können, sind wir froh über den guten Autofokus unserer Kamera, der es uns ermöglicht viele emotionale Momente festzuhalten. Hätte uns vorher jemand von der Gesangsidee erzählt, hätten wir gesagt, dass das doch „totaaaal kitschig“ sei, aber es war einfach nur wunderwunderschön.





Da Daniels Verwandten die Residenz Danz in Alsheim gehört, brauchten die beiden für die Hochzeitslocation nicht lange zu suchen. Das Kreuzgewölbe passte hervorragend zu Stefanies selbstgemachter Vintage-Deko und im angrenzenden Hofgarten wurden die Gäste sehr zuvorkommend betreut.

Dank tatkräftiger Unterstützung ihrer Trauzeugin Sophia, die als Floristin arbeitet, konnte das gesamte Fest selbst dekoriert werden und wir durften nicht nur in der Kirche, sondern ÜBERALL sehr geschmackvoll arrangierte Blumen und Details fotografieren.














Vielen Dank Ihr zwei, dass wir Eure Bilder zeigen dürfen.

 

Location: Residenz Danz in Alsheim

Trauung: Evangelische Kirche in Guntersblum

Floristik: Sophia Kern 

Kleid: Pronovias 

Anzug: ASOS

Hemd: OLYMP

Fliege: Peek & Cloppenburg 

Brautschuhe: Pink Paradox London 

Schuhe des Bräutigams: Zign

Trauringe: Christ 

Frisur: Sylvia Held-Rauschkolb

Make-Up: selbst gemacht

Deko: selbst gemacht 

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Lässige Regenhochzeit in Rheinhessen

Dass Johanna und Nils den Titel des lässigsten Brautpaares 2017 verdient haben, hätte eigentlich schon beim Vorgespräch mit uns Fotografen klar sein müssen. Der Termin musste nämlich mehrfach verschoben werden, unter anderem weil Johanna ihren Junggesellenabschied mit ihren Mädels so wild gefeiert hatte und sich danach auskurieren musste … ;-) Während andere Bräute beim Anblick von Regenwolken in Tränen ausbrechen, hat unsere Johanna ihre magenkranke Fotografin erstmal mit Medikamenten und dem Satz „Das schmeckt wie Jägermeister. Magst Du Jägermeister?“ versorgt.

Die beiden haben ihre Hochzeit ganz nach ihren Wünschen gestaltet. So durften rosegoldene geometrische Elemente nicht fehlen und als Gastgeschenk gab es Gin-Tonic. Gefeiert wurde im Hofgut Donnersberg in Vendersheim. 




Das Paar entscheid sich, dass Shooting vor der Trauung zu machen. So blieb im Anschluss an die Trauung genügend Zeit für die Gäste. Nachdem die beiden von ihren Trauzeugen in den Hotelzimmern ihrer Location zurecht gemacht wurden, trafen sie sich zum ersten Mal auf der Terrasse des Hofgutes und haben diesen Moment des First Sight ganz alleine mit ihren Trauzeugen und Fotografen erlebt. Obwohl es regnete und die Fotografin Angst um die schöne Frisur hatte, ließ Johanna sich vom Regen nicht stören und meinte ganz lässig „Ach, die Frisur hält. Lass es uns draußen machen.“



Auch beim Shooting hat es mehrfach geregnet, doch das tapfere Brautpaar hat immer wieder zwischendrin unterm Regenschirm oder unter einem Dachvorsprung gewartet, so dass wir wenigen die trockenen Lücken nutzen konnten oder eben mit Schirm fotografiert haben. Würde es einen Award für das coolste Brautpaar geben, dann müssten Johanna und Nils ihn bekommen. 







Obwohl die beiden sich schon vorher gesehen hatten, lies es sich Johanna nicht nehmen, sich von ihrem Papa in die Kirche führen zu lassen. Dabei sind bei den Gästen schon einige Freudentränen geflossen. 




Nach der Trauung wurden wir mit Sonnenschein belohnt. Es folgten die Gratulationen und der Sektempfang im wunderschönen Garten der Bergkirche. 

 

Die Braut wurde so sehr für ihr Kleid gelobt, das sie nicht nur dem Bräutigam den Atem geraubt hat. Fotografin Michi erinnert sich gerne an den Moment, als eine Freundin zu Johanna kam und sagte „Du siehst so toll aus. Wir Frauen sind alle neidisch und wünschen uns so gut aussehen wie Du.“ Ein schöneres Kompliment kann man einer Braut nicht machen, oder?!







Zurück im Hofgut mussten wir bei den Gruppenfotos zwischendrin immer wieder vor dem schauerartig einsetzenden Regen flüchten. Doch als wir schon fast fertig waren, ging es erst richtig los!  Die bunt gekleideten Mädels und die "coolen" Jungs hatten so viele Ideen und Spaß bei den Gruppenbildern, dass wir am liebsten gar nicht damit aufgehört hätten. 


Kleid: von Stella York, gekauft bei Forever Brautmoden in Hochheim

Anzug: Hugo Boss
Brautschuhe: Pier One
Schuhe des Bräutigams: Ludwig Görtz
Holzfliege: BeWodden
Trauringe: Le Diamantaire
Floristik: Mama 😉
Papeterie: Die Kartenmacherei
Haare und Make-Up: Friseur Görner in Mainz
Deko: Mama 😉
Gästebuch: Fräulein K sagt Ja
Sängerin: Christina Winsi
Vielen Dank Ihr beiden, dass Ihr den Tag so entspannt angegangen seid. Die Entspannung hat sich voll auf uns übertragen, so dass wir viele kreative Einfälle hatten und Euch und Eure Gäste gut in Szene setzen konnten. 
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Standesamtliche und kirchliche Hochzeit in Stockstadt

Bei Julia und Bastian durften wir sowohl die standesamtliche als auch die kirchliche Hochzeit begleiten. 

 

Die standesamtliche Hochzeit hat es Michi ganz besonders angetan, denn sie fand im Hofgut Guntershausen in Stockstadt mitten im Naturschutzgebiet auf der Rheininsel Kühkopf statt. Hier können sich nicht nur Naturliebhaber im ehemaligen Pferdestall das Ja-Wort geben. Auch wenn es erstmal "nur" die standesamtliche Trauung war, war der Tag für uns alle sehr emotional und es sind jede Menge Freudentränen geflossen. 


Bevor es losging, haben wir noch ein paar Brautpaarportraits gemacht. Das Hofgut Guntershausen bietet hierfür jede Menge hübsche Ecken. Allen Brautpaaren, die dort heiraten, empfehlen wir, die "gestellten" Fotos hier zu machen, um sich noch lange an die schöne Location erinnern zu können.