Schweizer Hochzeit in Wyk auf Föhr

Im Juni durfte ich zu einer standesamtlichen Hochzeit an die Nordsee reisen. Meine erste "destination wedding", wenn man das bei einer Hochzeit in Deutschland überhaupt so nennen darf. Aber das Brautpaar kam aus der Schweiz. Vielleicht zählt das? Ja, ich könnte jetzt anfangen nur noch auf englisch zu bloggen und hoffen, dass ich nun auf der ganzen Welt gebucht werde, um Hochzeiten zu fotografieren. Aber ehrlich gesagt schlafe ich so gerne in meinem eigenen Bett bei Sven und Krümel, so dass es wohl weiterhin eine Seltenheit bleibt, außerhalb vom Rhein-Main-Gebiet Hochzeiten zu fotografieren. 

 

Zusammen mit ihren besten Freunde und engsten Familienmitgliedern haben Andrea und Claudius sich ihren Hochzeitstraum auf einer Nordseeinsel erfüllt. Eigentlich wollte Andrea den Sommerurlaub an der Nordsee in Wyk auf Föhr mit ihrer Freundin Corinne verbringen. Doch nachdem sie Claudius kennen gelernt hat, stand schnell fest, dass der Freundinnenurlaub um eine kleine, aber RICHTIG coole, Hochzeitsgesellschaft erweitert wird und die Woche an der Nordsee zum heiraten genutzt wird. 

 

 

Das Styling fand morgens beim Inselfriseur Pohlmann in Wyk statt. 

 




 

Den perfekten Ort für ihr Ja-Wort fanden die beiden auf dem Segelschiff Labor Sanitas, an der Bräutigam Claudius und Hündin Mala schon sehnsüchtig auf ihre Braut warteten. Die Labor Sanitas kann in Wyk auf Föhr für standesamtliche Trauungen genutzt werden. 

 







 

Das Segelschiff drehte nach der Trauung noch eine feucht-fröhliche Runde durch die friesische Karibik. Hierbei durfte natürlich das hochprozentige Nationalgetränk Manhattan nicht fehlen. Ja, der gelbe Kanister etwas weiter unten ist voller Schnaps.  

 



 

Das Gastgeschenk der beiden hat mir besonders gut gefallen: Ein individualisierter Bierkühler. Zu Hause habe ich mir den Bierkühler mit einem  leeren Marmeladeglas zum Stiftehalter umfunktioniert, damit ich jeden Tag an die schöne Nordseehochzeit zurückdenken kann. 

 






 

Mit sehr viel Liebe zum Detail hat Andrea, die in der Schweiz selbst unter Triskell als Traurednerin tätig ist und Trauzeremonien leitet, die Hochzeit vorbereitet. Die anschließende Feier fand im Café Klein Helgoland statt, das zwar auch so schon wunderhübsch ist, aber von Andrea mit individuellen Dekoelementen versorgt wurde. 

 



 

Da Andrea und Claudius in Wyk mit ihrer geliebten Harley von Ort zu Ort fahren wollten, ist Claudius extra mit dem Motorrad von der Schweiz bis zur Nordsee gereist. 

 







 

Für die Brautpaarportraits sind wir kurz vor Sonnenuntergang an den Strand gefahren und ich durfte meine ersten Hochzeitsfotos am Meer für die beiden zaubern. 

 




 

Dass eine Hochzeit nicht unbedingt viele Gäste braucht, um partytechnisch zu eskalieren, haben Andreas und Claudius Gäste bewiesen. Nachdem alle in der "Möwe" eingefallen sind und wieder Manhattan bestellt haben, habe ich um 23 Uhr die Kamera weggepackt und bin mit Andreas lieben Freundinnen noch bis 2 Uhr über Tische und Bänke getanzt. Diesen Abend und die "Alperose" werde ich so schnell nicht vergessen. Vielen Dank, dass Ihr mich so lieb aufgenommen habt. 

 

Eure Michi

 


 

Kleid: Meister Couture in der Berner Altstadt

Ringe: individuell angefertigt bei Fischer Trauringe

Musik: Boris Bittel 

 

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Vintage-Hochzeit in Guntersblum

Puh, heute sind wir ein bisschen aufgeregt, weil wir Euch was Neues zeigen, denn wir haben die Bilder von Stefanie und Daniel  in einem anderen Stil bearbeitet und sind ganz gespannt, ob es Euch gefällt. 

 

Unser Brautpaar hat sich für eine kirchliche Trauung in Stefanies Heimat Guntersblum entscheiden. Der Gottesdienst wurde von dem jungen Vikar Herrn Simon Ahäuser gehalten, dem wir an dieser Stelle ganz herzlich dafür danken möchten, dass wir uns während seines Gottesdienstes so frei in der Kirche bewegen durften um zu fotografieren. Vielen vielen Dank. Wir wissen, dass das leider nicht selbstverständlich ist. 


Dank tatkräftiger Unterstützung ihrer Trauzeugin Sophia, die als Floristin in München arbeitet, konnte das gesamte Fest selbst dekoriert werden und wir durften nicht nur in der Kirche, sondern ÜBERALL sehr geschmackvoll arrangierte Blumen fotografieren. 






Viele von Euch haben schon erlebt, dass die Goldfrau SEHR nah am Wasser gebaut ist. Da wir uns kurz vor der Trauung noch mit Computerproblemen herumgeschlagen haben, dachten wir, Michi könnte sich ausnahmsweise mal beherrschen und nicht losheulen. Aber dann überraschte Stefanie ihren Bräutigam und sang für ihn „Every Time We Touch“ (nein, nicht das von Cascada) und wird dabei von ihrem Schwiegerpapa auf der Gitarre begleitet. Da glitzerten sogar dem Pfarrer die Augen. In solchen Momenten, in denen wir vor lauter Tränen in den Augen, selbst nicht mehr scharf sehen können, sind wir froh über den guten Autofokus unserer Kamera, der es uns ermöglicht viele emotionale Momente festzuhalten. Hätte uns vorher jemand von der Gesangsidee erzählt, hätten wir gesagt, dass das doch „totaaaal kitschig“ sei, aber es war einfach nur wunderwunderschön.





Da Daniels Verwandten die Residenz Danz in Alsheim gehört, brauchten die beiden für die Hochzeitslocation nicht lange zu suchen. Das Kreuzgewölbe passte hervorragend zu Stefanies selbstgemachter Vintage-Deko und im angrenzenden Hofgarten wurden die Gäste sehr zuvorkommend betreut.

Dank tatkräftiger Unterstützung ihrer Trauzeugin Sophia, die als Floristin arbeitet, konnte das gesamte Fest selbst dekoriert werden und wir durften nicht nur in der Kirche, sondern ÜBERALL sehr geschmackvoll arrangierte Blumen und Details fotografieren.














Vielen Dank Ihr zwei, dass wir Eure Bilder zeigen dürfen.

 

Location: Residenz Danz in Alsheim

Trauung: Evangelische Kirche in Guntersblum

Floristik: Sophia Kern 

Kleid: Pronovias 

Anzug: ASOS

Hemd: OLYMP

Fliege: Peek & Cloppenburg 

Brautschuhe: Pink Paradox London 

Schuhe des Bräutigams: Zign

Trauringe: Christ 

Frisur: Sylvia Held-Rauschkolb

Make-Up: selbst gemacht

Deko: selbst gemacht 

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Lässige Regenhochzeit in Rheinhessen

Dass Johanna und Nils den Titel des lässigsten Brautpaares 2017 verdient haben, hätte eigentlich schon beim Vorgespräch mit uns Fotografen klar sein müssen. Der Termin musste nämlich mehrfach verschoben werden, unter anderem weil Johanna ihren Junggesellenabschied mit ihren Mädels so wild gefeiert hatte und sich danach auskurieren musste … ;-) Während andere Bräute beim Anblick von Regenwolken in Tränen ausbrechen, hat unsere Johanna ihre magenkranke Fotografin erstmal mit Medikamenten und dem Satz „Das schmeckt wie Jägermeister. Magst Du Jägermeister?“ versorgt.

Die beiden haben ihre Hochzeit ganz nach ihren Wünschen gestaltet. So durften rosegoldene geometrische Elemente nicht fehlen und als Gastgeschenk gab es Gin-Tonic. Gefeiert wurde im Hofgut Donnersberg in Vendersheim. 




Das Paar entscheid sich, dass Shooting vor der Trauung zu machen. So blieb im Anschluss an die Trauung genügend Zeit für die Gäste. Nachdem die beiden von ihren Trauzeugen in den Hotelzimmern ihrer Location zurecht gemacht wurden, trafen sie sich zum ersten Mal auf der Terrasse des Hofgutes und haben diesen Moment des First Sight ganz alleine mit ihren Trauzeugen und Fotografen erlebt. Obwohl es regnete und die Fotografin Angst um die schöne Frisur hatte, ließ Johanna sich vom Regen nicht stören und meinte ganz lässig „Ach, die Frisur hält. Lass es uns draußen machen.“



Auch beim Shooting hat es mehrfach geregnet, doch das tapfere Brautpaar hat immer wieder zwischendrin unterm Regenschirm oder unter einem Dachvorsprung gewartet, so dass wir wenigen die trockenen Lücken nutzen konnten oder eben mit Schirm fotografiert haben. Würde es einen Award für das coolste Brautpaar geben, dann müssten Johanna und Nils ihn bekommen. 







Obwohl die beiden sich schon vorher gesehen hatten, lies es sich Johanna nicht nehmen, sich von ihrem Papa in die Kirche führen zu lassen. Dabei sind bei den Gästen schon einige Freudentränen geflossen. 




Nach der Trauung wurden wir mit Sonnenschein belohnt. Es folgten die Gratulationen und der Sektempfang im wunderschönen Garten der Bergkirche. 

 

Die Braut wurde so sehr für ihr Kleid gelobt, das sie nicht nur dem Bräutigam den Atem geraubt hat. Fotografin Michi erinnert sich gerne an den Moment, als eine Freundin zu Johanna kam und sagte „Du siehst so toll aus. Wir Frauen sind alle neidisch und wünschen uns so gut aussehen wie Du.“ Ein schöneres Kompliment kann man einer Braut nicht machen, oder?!







Zurück im Hofgut mussten wir bei den Gruppenfotos zwischendrin immer wieder vor dem schauerartig einsetzenden Regen flüchten. Doch als wir schon fast fertig waren, ging es erst richtig los!  Die bunt gekleideten Mädels und die "coolen" Jungs hatten so viele Ideen und Spaß bei den Gruppenbildern, dass wir am liebsten gar nicht damit aufgehört hätten. 


Kleid: von Stella York, gekauft bei Forever Brautmoden in Hochheim

Anzug: Hugo Boss
Brautschuhe: Pier One
Schuhe des Bräutigams: Ludwig Görtz
Holzfliege: BeWodden
Trauringe: Le Diamantaire
Floristik: Mama 😉
Papeterie: Die Kartenmacherei
Haare und Make-Up: Friseur Görner in Mainz
Deko: Mama 😉
Gästebuch: Fräulein K sagt Ja
Sängerin: Christina Winsi
Vielen Dank Ihr beiden, dass Ihr den Tag so entspannt angegangen seid. Die Entspannung hat sich voll auf uns übertragen, so dass wir viele kreative Einfälle hatten und Euch und Eure Gäste gut in Szene setzen konnten. 
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Standesamtliche und kirchliche Hochzeit in Stockstadt

Bei Julia und Bastian durften wir sowohl die standesamtliche als auch die kirchliche Hochzeit begleiten. 

 

Die standesamtliche Hochzeit hat es Michi ganz besonders angetan, denn sie fand im Hofgut Guntershausen in Stockstadt mitten im Naturschutzgebiet auf der Rheininsel Kühkopf statt. Hier können sich nicht nur Naturliebhaber im ehemaligen Pferdestall das Ja-Wort geben. Auch wenn es erstmal "nur" die standesamtliche Trauung war, war der Tag für uns alle sehr emotional und es sind jede Menge Freudentränen geflossen. 


Bevor es losging, haben wir noch ein paar Brautpaarportraits gemacht. Das Hofgut Guntershausen bietet hierfür jede Menge hübsche Ecken. Allen Brautpaaren, die dort heiraten, empfehlen wir, die "gestellten" Fotos hier zu machen, um sich noch lange an die schöne Location erinnern zu können. 






Bei der kirchlichen Trauung, die einige Tage später stattfand, hat Sven Bastian und seinen lieben Trauzeugen beim Bügeln und Anziehen begleitet und Michi durfte dabei sein wie Julia mit Hilfe ihrer Mama und der Trauzeugin zur Braut wurde. Wir hatten beim Getting Ready jede Menge Zeit, um die Accessoires im wunderschönen Garten der Brautmutter zu fotografieren. 






In Kirchen und Standesämtern haben wir oft das Problem, dass uns nur sehr wenig Licht zum Fotografieren zur Verfügung steht. Nicht so in der evangelischen Kirche in Stockstadt; hier wurden wir mit einem großen hellen Haus verwöhnt. Der nette Pfarrer hat uns sogar erlaubt, dass wir uns während der Trauung beim Fotografieren bewegen dürfen. Wir mussten dieses Jahr leider die Erfahrung machen, dass dies nicht selbstverständlich ist. Daher vielen Dank an die evangelische Kirchengemeinde. 



Besonders rührend war nicht nur der Gesang, sondern wie Julia und Bastian im Wechsel vorgelesen haben, was sie sich für ihre Ehe von Gott wünschen. Eine wunderschöne Idee, die wir zum ersten Mal erlebt haben. 


Nach der Trauung gab es den Brauch des Baumstamm sägens ... die Ärmsten... es war sowieso schon so heiß. Wusstet Ihr eigentlich, dass das Zersägen des Stammes traditionell dafür steht, dass alle Schwierigkeiten, die in der bevorstehenden Ehe auf das Brautpaar warten, gemeinsam gemeistert werden sollen? Julia und Bastian haben ihren Gästen gezeigt wie gut sie zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen können. Da hat sich das Schwitzen doch gelohnt. Und netterweise gab es Handschuhe für die beiden. 


Weiter ging es zur Burg Frankenstein, die viele aus unserer Gegend von Halloweenevents kennen. Tatsächlich soll der Roman von Mary Shelley seinen Ursprung auf dieser Burg in Mühltal im Odenwald haben. Julia und Bastian haben sich wahrscheinlich aber eher wegen des Blicks auf die Rheinebene für diese romantische Location entscheiden. Vor Ort wurden sie von den angekommen Läufern des FrankensteinLaufs empfangen, die sich zu Fuß den Weg zur Burg erkämpft hatten. 



Für das Brautpaarshooting haben wir die Burggemäuer sowie den angrenzenden Odenwald genutzt. Ihr hättet sehen sollen wie die beiden sich durch das Gestrüpp gekämpft haben und Bastian seine Julia auf den Baustamm gehievt hat. Aber Julia hat uns im Nachhinein verraten, dass sich der Aufwand gelohnt hat und sie froh ist, dass wir noch im Wald waren. 




Liebe Julia, Lieber Bastian, vielen vielen Dank für diese zwei schönen Tage, die wir mit Euch, Euren Familien und Freunden auf der "Ebsch Seit´" verbringen durften. Es war uns eine große Freude und einfach nur wunderschön. 

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Hochzeit und Taufe in Eimsheim

Traufe in Eimsheim

Als Julia und Leo uns zum Kennenlerngespräch besucht haben, waren sie schon standesamtlich verheiratet. Die standesamtliche Hochzeit fand mit Babybauch statt und bei der kirchlichen Trauung wurde der kleine Sohnemann Tim getauft. Unsere erste Traufe und auch die erste Hochzeit der "Saison"  - da waren wir gleich doppelt aufgeregt. Julia und Leo haben es uns aber soooo leicht gemacht. Zusammen mit ihren Trauzeugen haben sie vor der Kamera herumgealbert, als würden sie das jeden Tag machen. Die Trauzeugen gleich mit zum Shooting zu nehmen, ist übrigens eine echt coole Idee. 

 

Der bewegende Gottesdienst wurde von einem guten Freund der Familie gehalten und war seeeeeehr persönlich. Besonders wenn Michi die Bilder ansieht, bei dem Leo zusammen mit dem Pfarrer das Seil geflochten hat, bei dem der rote Faden das Söhnchen der beiden darstellt, bekommt sie (mal wieder) Pipi in die Augen. Auch die musikalischen Beiträge wurde sorgfältig ausgewählt. So sind die beiden zu "Chapel of Love" eingezogen und der Organist hat unsere Ohren mit der Melodie aus "Die fabelhafte Welt der Amelie" verwöhnt. 

 

Der Gottesdienst und die anschließende Feier sowie das Fotoshooting fanden in Eimsheim statt. Vielen Dank an die lieben Besitzer des Gästehauses Östreicher, deren privaten Garten wir für das First Sight und die ersten gestellten Bilder nutzen durften. Wenn Braut und Bräutigam sich zum ersten Mal sehen und wir dabei sein dürfen, ist das immer noch sehr besonders. Vor allem wenn die Braut so ein cooles Petticoat-Kleid im 50er-Jahre Stil trägt wie Julia.